Bezaubernd verzaubert....

Ein Stück Romatik in der Hauptstadt

Die Pfaueninsel trug ursprünglich den Namen Kaninchenwerder, da Friedrich Wilhelm I. die Insel zur Kaninchenzucht nutzte. Erst Friedrich Wilhelm II. brachte die Pfauen auf die Insel. Die Nachfahren dieser Pfauen sind heute noch zu bewundern.

Das kleine Schloss wurde nach Plänen der Gräfin Lichtenau in der Zeit von 1794 bis 1797 von Zimmermeister Johann Gottlieb Brendel errichtet.

Der König und seine Mätresse

Friedrich Wilhelm II. von Preußen und seine Mätresse Wilhelmine Encke (später Gräfin Lichtenau) nutzten diesen Ort als Liebesnest. Die „preußische Pomadour" war maßgeblich an der hochwertigen und wunderschönen Inneneinrichtung des Schlosses auf der Pfaueninsel beteiligt. 

Die Beziehung zwischen Wilhelmine und Friedrich Wilhelm II. hielt bis zu seinem Tod, Aus dieser 30jährigen Liebschaft gingen 5 Kinder hervor, von denen nur eines überlebte.

Nach dem Tod von Friedrich Wilhelm II. wurde gegen Wilhelmine wegen Hochverrats und Unterschlagungen ermittelt. Sie wurde in die Verbannung geschickt und 1800 ihr gesamtes Vermögen konfisziert. Eine Rehabilitation ihrer Person fand erst wieder 1811 statt.
 

Königliches Familienleben auf der Insel

Von Friedrich Wilhelm III. und seine Gemahlin, Königin Luise, wurde das Schloss als Sommersitz genutzt und konnten hier der Alltagshektik entfliehen, Königin Luise und Friedrich Wilhelm III waren ein wirkliches Liebespaar. Ungewöhnlich, da Liebesheiraten zur damaligen Zeit nicht üblich waren. Der König hat mit seiner Frau und den Kindern die Sommer auf der Pfaueninsel verbracht und ein wirkliches Familienleben gelebt.

UNESCO-Welterbe

Von 1821 bis 1834 wurde die Insel von Berlins Gartenkünstler Peter Joseph Lenné zu einem Landschaftsgarten umgestaltet. Er orientierte sich an englischem Gärten und bestückte den Park mit wertvollen botanischen Gewächsen sowie versteckten Tiergehegen.

Das Schloss hat den Zweiten Weltkrieg ohne Schäden überstanden und ist original erhalten. Insel und Schloss gehören zum UNESCO-Welterbe.