20. Nov, 2017

Weihnachten in der Toskana

Das Gefühl von Frühling im Dezember

Viele kennen die Toskana ausschließlich mit sonnigen Weinbergen und romantischen Sommernächten am Strand. Dabei ist der Winter, insbesondere Weihnachten, wirklich etwas für Romantiker und alle diejenigen, die das echte Gesicht der Toskana kennenlernen wollen.
 
Während es in Deutschland jetzt schon richtig kalt ist, kann man in der Toskana ein wirklich mildes Klima genießen. Anfang Dezember sind die letzten bunten Blätter von den alten Eichenbäumen bereits abgefallen. Die immergrünen Pinien, Zypressen, Steineichen und grünen Wiesen geben einem trotzdem eher das Gefühl von Frühling.
 
Wer die Ruhe und Stille liebt, wird vom Winter in der Toskana begeistert sein. Die Landschaft ist in einem wundervollen Licht getaucht. Es ist die ideale Zeit zum Wandern und für lange Strandspaziergänge an den einsamen Sandstränden. Im Winter ist die Toskana besonders attraktiv, es geht ruhig und ohne Touristen zu. In dieser Zeit erlebt man die Toskana so richtig italienisch.
 
Ein ganz normaler Arbeitstag
 
In Italien nennt man Weihnachten „Natale“. Die Kinder bekommen ihre Geschenke von einem Wesen Namens „Babbo Natale“ dessen Helferin die gutmütige Hexe „Befena“ ist.
 
Der 24. Dezember ist ein ganz normaler Arbeitstag. Das Weihnachtsfest wird am 24. Dezember erst mit der traditionellen Mitternachtsmesse eingeläutet. Am Morgen des 25. Dezember werden dann die Geschenke übergeben. Ursprünglich fand die richtige Bescherung in Italien erst am 6. Januar statt. Wenn die Hexe Befana Geschenke verteilte. Dazu stellten die Kinder ihre Schuhe vor die Haustür und die Hexe legte je nachdem, ob die Kinder das Jahr über brav oder ungezogen waren, entweder Geschenke oder schwarze Kohle hinein. Mit diesem Tag endet dann auch die offizielle Weihnachtszeit in Italien.
 
Im Mittelpunkt steht die Familie
 
In der Toskana wird Weihnachten insbesondere in den ländlichen Regionen sehr ruhig und besinnlich gefeiert. Im Mittelpunkt steht nicht das Schenken und beschenkt werden, sondern ein Zusammensein mit der Familie. Daher steht der 25. Dezember auch ganz unter dem Motto des Feierns mit der Familie, hier nimmt das gemeinsame Mittag- und Abendessen wirklich einen wichtigen Platz ein. Man trifft sich dazu daheim oder häufig auch in einem Restaurant. Fast alle Restaurants bieten an Weihnachten komplette Menüs an, natürlich mit den traditionellen Weihnachtsgerichten. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, rechtzeitig einen Tisch zu reservieren.
 
Obwohl es nicht zur toskanischen Weihnachtstradition gehört, findet man inzwischen auch in der Toskana den Weihnachtsbaum.
 
Er ist nun auch in der Toskana Bestandteil der weihnachtlich geschmückten Dörfer und Städte und man kann ihn auch kaufen. Nur in den Familien wird das Weihnachtsfest nicht unbedingt mit einem Weihnachtsbaum gefeiert, da er eben nicht Bestandteil der Tradition ist.
 
Das Fest der Liebe
 
Ähnlich wie in Deutschland ist auch in Italien das Fest der Liebe und der Familie. Dies macht auch das Sprichwort “Natale con i tuoi, Pasqua con chi vuoi” deutlich, was so viel heißt wie: "Weihnachten mit der Familie und Ostern, mit wem man möchte."
 
Die Weihnachtszeit in der Toskana ist einfach zauberhaft. Alle kleinen Dörfer und großen Städte werden geschmückt und sind mit vielen Lichtern erleuchtet. In den größeren Städten sind die Geschäfte ab dem 30. November bis Weihnachen auch den Sonntagen geöffnet. Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, die man nur in dieser Jahreszeit spürt. Die vielen Lichter, Musik, weihnachtliche Düfte und köstlichen Leckereien machen die Weihnachtszeit in der Toskana zu einem wirklich besonderen Erlebnis.
 
Eine schöne Alternative, Weihnachten in der Toskana
 
....am 24. Dezember einen Spaziergang am Meer machen.
 
....am Abend den Kamin anzünden und leckere Kleinigkeiten für das Abendessen zubereitet. Mit einem sehr guten Rotwein aus der Region einen besinnlichen Heiligen Abend verbringen.
 
....und den 25. Dezember ganz tradionell mit der italienischen Familie feiern!
 
 
 
 

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